Torque Notes: Dual Response System

Torque Notes: Dual Response System

CINELLI
King Zydeco 2 · Engineering Notes
Torque Notes
N°_03
DUAL RESPONSE SYSTEM
// FILE 01 · 08  ·  BOOT DUAL_RESPONSE.SYS
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Ein Laufrad.
Zwei Antworten.

Die meisten Rahmen entscheiden sich für eine Seite. Ein steifer Rahmen fährt präzise, aber schlägt auf den Körper; ein weicher Rahmen bügelt die Straße glatt, kostet aber Kraft. Das King Zydeco 2 trennt diese beiden Aufgaben auf zwei getrennte strukturelle Wege ab der Hinterradnabe auf – so erhält ein einziges Laufrad zwei Verhaltensweisen gleichzeitig. Cinelli nennt das Dual Response System.

King Zydeco 2 Rahmen, Dual Response Bootscreen
Abb.01 — King Zydeco 2 RahmensetColumbus Carbon-Monocoque
1130g
Rahmengewicht · Größe M
−400g
Komplettes Bike vs. Original
+5%
Tretlagersteifigkeit vs. Gen 1
430mm
Kettenstrebenlänge
45mm
Maximale Reifenfreiheit
1032mm
Radstand · Größe M
// FILE 03 · 08  ·  ONE_REAR_HUB.TWO_PATHS

Eine Linie, zwei Verhaltensweisen

Zieh eine Linie vom oberen Ende des Steuerrohrs bis zum hinteren Ausfallende. Alles darunter ist auf Steifigkeit ausgelegt. Alles darüber ist auf Nachgiebigkeit gebaut. Das sieht man direkt an den Rohren: Tiefe, kastige Kettenstreben unterhalb der Linie, dünne, abgeflachte Sitzstreben darüber.

Beide Wege beginnen am selben Punkt. Jeder Pedaltritt belastet die Hinterradnabe, und von dort leitet der Rahmen die Energie gezielt auf zwei Routen, die absichtlich Gegensätzliches bewirken.

Zwei Lastpfade am King Zydeco 2 Rahmen, getrennt durch die Linie Steuerrohr–Ausfallende
Abb.02 — Zwei Wege ab der Hinterradnabeunter der Linie: Steifigkeit · über der Linie: Komfort
// FILE 04–05 · 08  ·  ZONE_A.POWER / ZONE_B.COMFORT

Zwei Strukturen, ein Rahmen

Zone A — Power

Unter der Linie

HINTERRADNABE > KETTENSTREBEN > INNENLAGER > UNTERROHR > STEUERROHR

Die untere Struktur ist kurz und tief. Sie verbindet das Hinterrad mit dem Innenlager und führt die gleiche Steifigkeit weiter bis ins Steuerrohr. Die Kraft, die du in die Pedale gibst, gelangt nahezu verlustfrei durch Rahmenflex auf die Straße, und das Vorderrad bleibt stabil in der Spur, egal ob du sprintest oder in eine Kurve eintauchst.

Beim King Zydeco 2 ist das Innenlager 5 % steifer als bei der ersten Generation, und ein kompakteres Hauptdreieck sorgt für ein noch steiferes Front-End.

Zone B — Komfort

Über der Linie

HINTERRADNABE > SITZSTREBEN > OBERROHR > STEUERROHR

Die obere Struktur besteht aus einem durchgehenden Carbon-Layup, bei dem die Fasern ununterbrochen durch den Sitzknoten verlaufen. Dadurch kann sie genau dort flexen, wo du Straßenvibrationen am meisten spürst – und dämpft Erschütterungen, bevor sie die Sattelstütze erreichen.

Das Ergebnis ist Komfort, der das Handling nicht beeinträchtigt. Weniger Vibrationen am Sattel bedeuten weniger Ermüdung auf langen, rauen Strecken, während das Lenkverhalten so direkt bleibt, wie es Zone A vorgibt.

// FILE 06 · 08  ·  GEOMETRIE.HINTEN

Tief gebaut, kurz gebaut

Tiefe Kettenstreben sitzen tief am Innenlager. Indem sie dort abgesenkt werden, wo der Platz am knappsten ist, entsteht Raum für 45 mm Reifen, ohne das Heck des Bikes verlängern zu müssen.

So bleibt das Hinterbau kompakt. Die Kettenstreben messen 430 mm, der Radstand bleibt bei 1.032 mm in Größe M, und der Rahmen ist sowohl mit 700c- als auch mit 650b-Laufrädern kompatibel. Ein Gabel-Offset von 52 mm ergibt etwa 57 mm Nachlauf bei einem 38 mm Reifen – ein agiles Lenkverhalten für ein Gravel-Bike, das in Kurven scharf bleibt und schnelle Richtungswechsel ermöglicht.

// FILE 07 · 08  ·  PERFORMANCE.PROFIL

Was das System bewirkt

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Rahmenkonzept liegt der Fokus genau auf der Form: Steifigkeit und Reaktionsfreude bleiben hoch, während Komfort und Nachgiebigkeit gleichzeitig gesteigert werden – statt das eine gegen das andere einzutauschen.

Abb.03 — Dual Response vs. konventionell
KRAFTÜBERTRAGUNG LATERALE STEIFIGKEIT REAKTIONSFREUDE KOMFORT (VERT.) SATTELSTÜTZEN-KOMFORT
Dual Response System Konventioneller Rahmen
Abb.04 — Vibrationen an der Sattelstütze
AMPL. FREQ (Hz) → 15–25 Hz konventionell dual response
geringere Amplitude an der Sattelstütze im Frequenzbereich, den Fahrer:innen am meisten spüren
⚠   Abb.03 und Abb.04 sind Konzeptillustrationen.  Die Kurven und Indexformen zeigen die Designabsicht des Dual Response System und sind keine gemessenen oder laborgeprüften Werte. Verifizierte Werte findest du in den Spezifikationen oben im Streifen und unten in der Tabelle.
// FILE 08 · 08  ·  CHANGELOG vs KING_ZYDECO_1

Was sich geändert hat

Das Rahmenset hat gegenüber dem ersten King Zydeco 400 g verloren, das entspricht etwa 15 % des Kit-Gewichts. Davon entfallen rund 273 g auf den integrierten Lenker und die Sattelstütze von Columbus Components, weitere 92 g auf die Überarbeitung des Rahmens selbst. Rahmen und Gabel zusammen sind 6 % leichter.

Die Steifigkeit blieb erhalten, während das Gewicht sank: Das Tretlager ist 5 % steifer, das vordere Rahmendreieck durch die kompaktere Hauptdreiecksform noch direkter. Cinelli hat außerdem eine Größe XS hinzugefügt, die Stack- und Reach-Abstufungen zwischen den Größen für eine bessere Passform geglättet und den Bereich des Umwerfers überarbeitet, sodass der Rahmen jetzt moderne Road-Gruppen bis 52×36 aufnimmt.

Vollständige Spezifikation · MY26 Katalog
Parameter King Zydeco 2
Rahmenmaterial Columbus Carbon-Monocoque
Rahmengewicht (M) 1.130 g (±5 %, lackiert)
Gabelgewicht (ungekürzt) 456 g (±5 %, lackiert)
Maximale Reifenfreiheit 700×45 mm (gemessen) · 650b + 700c
Kettenstrebenlänge 430 mm (alle Größen)
Radstand 1.009 mm (XS) → 1.054 mm (XL)
Lenkwinkel 70,5° → 72,5°
Sitzrohrwinkel 72,5° → 74°
Größen XS · S · M · L · XL
Innenlager Press Fit 86,5 × 41 mm
Steuersatz IS 52/28.6 · IS 52/40
Cockpit Columbus Components Cento integrierter Lenker
Sattelstütze Cinelli proprietary · doppelter Versatz −10 / −20 mm
Kabelführung Vollständig innenliegend · mechanisch + elektronisch
Standards UDH Ready · UCI approved
Farben Orange Safari · Bayou
Dual Response System
Torque Notes N°_03
1983
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2005
2010

VOCATO AL CAMBIO ELETTRONICO, SFOGGIA FRENO A DISCO E PERNO PASSANTE SU UN CARRO DAI POSTERIORI VERTICALI BASSI, PER LA MASSIMA AERODINAMICITÀ